Du hast mit einer KI einen Plan erarbeitet. Im nächsten Gespräch fehlt eine wichtige Entscheidung, und du erklärst sie noch einmal. Manche KI-Dienste haben Erinnerungsfunktionen. Verlasse dich dabei aber nicht auf eine vollständige und aktuelle Übernahme aller Angaben. Ein eigenes Notizbuch gibt dir einen überprüfbaren Ort für Informationen, die über ein Gespräch hinaus erhalten bleiben sollen. Obsidian ist dafür ein gutes Werkzeug, weil es kostenlos ist, auf deinem Rechner läuft und alles in einfachen Textdateien ablegt.
Die Serie als Video
Wenn du lieber zuschaust: Das Video zeigt in gut sechs Minuten dieselbe Frage mit und ohne System und führt durch alle fünf Teile. Die Angaben im Umzugsbeispiel sind erfunden.
Diese fünfteilige Serie führt von einem kleinen Notizbuch über die Auswahl passender Inhalte und deren Pflege bis zu wiederverwendbaren Anleitungen und einem optionalen Terminal-Assistenten. Du kannst nach jedem Teil mit dem Erreichten arbeiten. Hier beginnst du mit Obsidian, drei Notizen und einem ersten überprüfbaren Chatversuch unter Windows oder Linux.
Die Anleitung und Beispiele zu diesem Teil findest du im Serienordner auf GitHub. Das gesamte Repository als ZIP enthält auch das Material der anderen Teile. Für die Befehle öffnest du innerhalb des entpackten Repositorys den Serienordner serien/obsidian-und-ki. Dort liegt die zugehörige README.md.
Ein Beispiel: den Umzug planen
Du ziehst im Frühjahr in eine neue Wohnung. Es gibt viel zu merken: den Mietvertrag, die Kündigungsfrist der alten Wohnung, Termine mit Handwerkern, die Ummeldung, die Adressänderung bei Versicherung und Bank, die Frage, wer den Transporter fährt. Alles liegt verstreut in Mails, Zetteln und im Kopf.
Du bittest die KI: „Was muss ich diese Woche für den Umzug erledigen?“ Ohne die konkreten Unterlagen kann sie dazu nur allgemeine Vorschläge machen oder nachfragen. Wenn du ihr die passenden Notizen übergibst, kann sie daraus eine Aufgabenliste ableiten und die verwendeten Dateien nennen. Das funktioniert nicht allein dadurch, dass Obsidian installiert ist: Du musst die Notizen in den Chat kopieren, anhängen oder über ein eingerichtetes Werkzeug zugänglich machen.
Was Obsidian ist
Obsidian ist ein Programm zum Schreiben von Notizen. Jede Notiz ist wie eine Karteikarte, und du kannst Karten miteinander verknüpfen. Schreibst du in die Notiz „Umzug“ den Text [[Mietvertrag neu]], entsteht ein anklickbarer Link zur Notiz „Mietvertrag neu“. Auf der Gegenseite zeigt Obsidian automatisch an, welche Notizen auf sie verweisen. So wächst aus einzelnen Karten ein Netz, in dem du dich von einer Spur zur nächsten bewegst.
Den Text deiner Notizen speichert Obsidian als Markdown: gewöhnlichen Text mit einfachen Zeichen für Überschriften, Listen und Links. Bilder und andere Anhänge liegen als eigene Dateien daneben. Die Notizen bleiben dadurch auch außerhalb von Obsidian lesbar. Andere Programme stellen allerdings manche Zusatzfunktionen und Verknüpfungen anders dar. Genau deshalb kann eine KI dieselben Notizen lesen: Für die KI ist der Vault ein gewöhnlicher Ordner mit Textdateien. Du musst nichts exportieren und nichts konvertieren.
Drei Eigenschaften machen es für den Einstieg besonders geeignet:
- Es speichert in normalen Dateien. Jede Notiz ist eine Textdatei mit der Endung
.mdin einem normalen Ordner deines Rechners. Du kannst sie mit jedem anderen Programm öffnen, kopieren und sichern. - Es läuft lokal. Für lokale Notizen brauchst du weder ein Konto noch eine Cloud. Wenn du jedoch einen Cloud-KI-Dienst mitlesen lässt, werden die ausgewählten Inhalte an dessen Anbieter übertragen. Sync, Veröffentlichungsdienste und Erweiterungen können ebenfalls Daten übertragen.
- Die Anwendung ist kostenlos, auch im Beruf. Laut Lizenzübersicht des Herstellers kannst du Obsidian privat und kommerziell kostenlos nutzen. Eine Commercial-Lizenz ist freiwillig; Zusatzdienste wie Sync und Publish haben eigene Angebote.
Ein Begriff taucht dabei auf: der Vault (englisch für „Tresor“). Er bezeichnet einfach den Ordner, den Obsidian als Notizbuch öffnet.
Warum das für KI wichtig ist
Mit passendem Dateizugriff kann ein KI-Assistent deine Notizen lesen. Für den einfachen Einstieg genügt es, ausgewählte Texte in einen Chat zu kopieren. Der Vault ist also ein externes Nachschlagewerk; er trainiert das Modell nicht und wird nicht automatisch zu dessen Gedächtnis. Der Nutzen entsteht, wenn die passenden Notizen im jeweiligen Gespräch tatsächlich vorliegen. Das hat vier Folgen.
- Du kannst Informationen wiederverwenden. Steht eine bestätigte Frist in einer Notiz, kannst du dieselbe Datei im nächsten Gespräch erneut übergeben.
- Du kannst jede Antwort prüfen. Nennt die KI eine Notiz als Quelle, öffnest du sie und siehst nach. Trägt die angegebene Stelle die Aussage nicht, ist sie damit nicht belegt. Ein plausibler Dateiname allein genügt nicht.
- Du bist nicht an einen Anbieter gebunden. Wechselst du die KI, nimmst du den Ordner mit. Er liegt bei dir, nicht beim Anbieter.
- Du kontrollierst deine Notizgrundlage. Du kannst nachsehen, welche Dateien du übergeben hast. Das sagt allerdings nicht, welche zusätzlichen Erinnerungen, Systemvorgaben oder Werkzeuge der verwendete KI-Dienst einsetzt.
Die automatische Vorauswahl passender Notizen ist der nächste Ausbauschritt. Darum geht es im Folgeartikel über den Kontext-Router; wie du veraltete Angaben behandelst, gehört zum Thema Gedächtnispflege. Für diesen Einstieg brauchst du beides noch nicht.
Was die Graphansicht zeigt
Obsidian kann die Verknüpfungen deiner Notizen als Graph darstellen. Jeder Punkt steht für eine Notiz, jede Linie für einen Link. In der Graphansicht lassen sich zusammenhängende Themen und einzelne, noch unverknüpfte Notizen entdecken. Farben können Gruppen markieren; sie sind kein automatisches Urteil darüber, wie wichtig oder zuverlässig eine Notiz ist.

Beispiel einer Graphansicht in Obsidian (kein eigener Vault). Paulcaillard, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Einzelbild aus einer Animation; als WebP aufbereitet.
Der große Graph ist eine Übersicht. Im Alltag ist oft der lokale Graph einer einzelnen Notiz hilfreicher: Er zeigt die Notizen in ihrer verknüpften Umgebung. Beim Umzug siehst du etwa, dass die Notiz zur Übergabe mit dem Mietvertrag und deiner Aufgabenliste verbunden ist.
Eine Linie bedeutet dabei nur, dass ein Link existiert. Sie beweist weder, dass eine Behauptung stimmt, noch dass die KI diesen Zusammenhang berücksichtigt. Für gute Antworten sind nachvollziehbare Inhalte und gezielt ausgewählte Quellen wichtiger als ein beeindruckend großes Netz. Mit drei brauchbaren Notizen kannst du deshalb schon mehr anfangen als mit einer schönen Darstellung ungeprüfter Texte.
Anleitung: Obsidian unter Windows einrichten
- Öffne die Download-Seite und lade unter Windows das Installationsprogramm „Universal“ herunter.
- Starte das Programm und folge dem Installationsfenster.
- Beim ersten Start wählst du „Create new vault“ (neuen Vault erstellen). Gib einen Namen ein, zum Beispiel
Umzug, und wähle einen Ordner, in dem er liegen soll, zum Beispiel unter „Dokumente“. - Obsidian öffnet das leere Notizbuch.
Den Ordner, den du im dritten Schritt auswählst, merkt sich Obsidian. Du findest ihn später im Explorer unter dem Namen, den du vergeben hast, zum Beispiel Dokumente\Umzug. Darin liegen deine Notizen als einzelne Dateien. Wenn du den Ordner verschiebst, musst du ihn in Obsidian neu öffnen. Deshalb ist ein fester Platz sinnvoll, den du nicht bei jedem Aufräumen änderst.
Anleitung: Obsidian unter Linux einrichten
Wenn deine Linux-Distribution bereits Flatpak mit Flathub eingerichtet hat, kannst du das auf der Obsidian-Download-Seite verlinkte, von der Community betreute Flatpak verwenden:
flatpak install flathub md.obsidian.Obsidian
flatpak run md.obsidian.Obsidian
Ist Flatpak oder die Flathub-Quelle nicht eingerichtet, nimm für den Einstieg eines der auf der Download-Seite angebotenen Linux-Pakete, etwa AppImage oder Deb. Auch ein Snap-Paket ist verlinkt. Beim AppImage markierst du die heruntergeladene Datei in den Dateieigenschaften als ausführbar und startest sie. Beim ersten Start wählst du wie unter Windows „Create new vault“.
Anleitung: Das erste Notizbuch aufbauen
Mit einem leeren Vault fängst du so an. Du brauchst dafür weder Programmierkenntnisse noch eine Erweiterung.
Schritt 1: Drei Ordner anlegen. Klicke in der linken Leiste auf das Symbol „Neuer Ordner“ und lege an: Quellen, Wissen, Entscheidungen. Die Trennung hat einen Grund. Eine Vermutung gehört nicht in dieselbe Mappe wie ein Beleg.
- Quellen enthält das Rohmaterial: Mails, die du abtippst oder kopierst, Angebote, Notizen aus Telefonaten.
- Wissen enthält das Aufbereitete: „Alte Wohnung: angenommene Kündigungsfrist laut Beispielvertrag 31. Januar 2027; noch prüfen.“
- Entscheidungen enthält Beschlüsse mit Begründung: „Transporter statt Umzugsfirma; erwartete Ersparnis 400 Euro, verbindliches Angebot noch offen.“
Schritt 2: Die erste Notiz schreiben. Lege im Ordner Wissen eine neue Notiz an, Titel Alte Wohnung Kündigung. Kopiere diese Vorlage hinein und passe sie an:
---
Titel: Alte Wohnung Kündigung
Thema: Umzug
Status: zu prüfen
Stand: 2026-10-29
Kurz: Kündigungsfrist, Vertrag, Übergabe
Quelle: "[[Mietvertrag alte Wohnung]]"
---
Angenommene Frist aus dem Beispielvertrag: 31. Januar 2027.
Die tatsächliche Frist und erforderliche Form sind noch zu prüfen.
Ein Übergabetermin ist nicht vereinbart.
Quelle: [[Mietvertrag alte Wohnung]], ausdrücklich fiktive Angabe.
Die Kopfzeilen zwischen --- sind einfache YAML-Eigenschaften. Obsidian kann sie als Eigenschaften anzeigen; im Textmodus siehst du die Zeilen. Dieselben sechs Felder verwenden wir in allen Teilen der Serie. Status unterscheidet bestätigte, zu prüfende und veraltete Angaben. Stand nennt den Tag der letzten inhaltlichen Prüfung, Kurz enthält Suchwörter und Quelle die Herkunft. Ein Datum allein bestätigt keine Aussage. Die Angaben zum Umzug sind erfunden und ersetzen keine Prüfung deines Vertrags.
Schritt 3: Notizen verknüpfen. Tippe in einer Notiz zwei eckige Klammern [[ und beginne einen Titel. Obsidian schlägt vorhandene Notizen vor. Wähle eine aus, und der Link ist gesetzt. Legst du einen Link auf eine Notiz an, die es noch nicht gibt, erstellt Obsidian sie mit einem Klick.
Schritt 4: Eine Übersicht anlegen. Schreibe eine Notiz Start mit einer Liste der wichtigsten Notizen als Links. Sie ist dein Inhaltsverzeichnis. Auch die KI findet damit den Einstieg.
Schritt 5: Die KI mitlesen lassen. Es gibt zwei einfache Wege.
- Kopiere die passenden Notizen von Hand in das Gespräch und stelle deine Frage. Das funktioniert in einem textfähigen Chat; beachte dessen Umfangs- und Datenschutzgrenzen.
- Lass ein Skript die Notizen auswählen. Wie das geht, steht im Artikel über den Kontext-Router.
Als Faustregel gilt: Gib der KI nur die Notizen, die zur Frage passen, und verlange für Angaben daraus die konkrete Fundstelle. Eine erste Frage könnte so aussehen:
Nutze nur die drei beigefügten Notizen zum Umzug.
Welche Aufgaben stehen als Nächstes an?
Nenne zu jeder Aufgabe den Dateinamen und die Textstelle,
aus der sich Termin oder Zuständigkeit ergeben.
Unterscheide bestätigte Angaben von Punkten mit „zu prüfen“.
Wenn etwas fehlt oder sich widerspricht, sage das ausdrücklich.
Prüfe die erste Antwort an den Notizen: Ist die genannte Frist wirklich belegt? Wurde aus einer offenen Frage versehentlich eine feste Zusage? Füge danach eine geänderte Information hinzu, etwa einen neuen Übergabetermin, und stelle die Frage erneut. So siehst du, ob der Ablauf auch mit Änderungen zurechtkommt. Diese Anweisung hilft beim Prüfen; sie garantiert keine fehlerfreie Antwort.
Mit dem gemeinsamen Beispielpaket ausprobieren
Der Serienordner auf GitHub enthält alle Notizen, Skripte und Anleitungen. Du kannst die Dateien dort ansehen oder über Code → Download ZIP herunterladen. Alternativ gibt es einen direkten ZIP-Download von GitHub. Entpacke das Repository und öffne darin den Ordner serien/obsidian-und-ki/beispiele/umzug in Obsidian über „Open folder as vault“ (Ordner als Vault öffnen). Drei Fachnotizen liegen in Quellen, Wissen und Entscheidungen; dazu kommen Start.md und eine ausdrücklich veraltete Notiz zum Vergleich. Alle weiteren Teile verwenden dasselbe Beispiel. Die Skripte liegen daneben, außerhalb des Vaults.
Die Angaben sind ausdrücklich erfunden. Für den ersten KI-Test kopierst du nur die drei Fachnotizen in den Chat und verwendest die Frage aus dem vorigen Abschnitt. Eine brauchbare Antwort sollte erkennen, dass Frist und Kündigungsform noch zu prüfen sind und für Transporter und Helfer noch keine Zusagen vorliegen. Ein fest gebuchter Transporttermin lässt sich aus diesen Notizen nicht ableiten. Gerade an solchen fehlenden Angaben merkst du, ob die Antwort sich an die Unterlagen hält.
Vorhandene Dateien übernehmen
Du musst nicht bei null anfangen. Viele PDF-, Word- und Excel-Dateien lassen sich in Markdown umwandeln und in den Vault legen. Kontrolliere das Ergebnis: Tabellen, Seitenaufbau und gescannte Dokumente können Informationen verlieren oder weitere Texterkennung benötigen. Dafür gibt es das kostenlose Programm MarkItDown von Microsoft. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung samt Skript, das ganze Ordner auf einmal umwandelt, steht im Artikel über den Kontext-Router. Lege die noch ungeprüften Umwandlungen zunächst in Quellen, und lass die Originale in einem eigenen Ordner Unterlagen unberührt daneben.
Sicherung nicht vergessen
Ein Vault ist ein normaler Ordner. Du sicherst ihn wie jeden anderen: auf einen USB-Stick oder eine externe Platte kopieren, oder in einen Ordner legen, den dein Betriebssystem ohnehin sichert. Eine Synchronisierung allein ersetzt keine Sicherung: Auch versehentliche Änderungen können auf andere Geräte übertragen werden. Bevor eine KI Dateien ändern darf, brauchst du eine wiederherstellbare Kopie. Beginne mit Lesezugriff; lass dir spätere Schreibänderungen als Vorschlag zeigen und prüfe sie, bevor du sie übernimmst.
Typische Fehler am Anfang
- Zu viel Ordnung zu früh. Du brauchst keine zehn Unterordner. Drei Ordner und ein Start-Dokument genügen für die ersten 50 Notizen.
- Notizen ohne Datum. Ohne
Standweißt du in einem halben Jahr nicht mehr, ob eine Notiz noch stimmt. - Alles in eine Notiz schreiben. Eine Notiz pro Thema lässt sich gezielt finden. Bei einer Notiz mit zehn Themen wird das schwieriger.
- Zugangsdaten notieren. Passwörter und Kontonummern gehören nicht in einen Vault, den eine KI liest oder den du in die Cloud sicherst.
Ein kleiner Einstieg reicht
Lege zunächst nur Notizen an, die du für eine konkrete Aufgabe brauchst. Verknüpfe sie, sichere den Ordner und stelle eine Frage, deren Antwort du selbst prüfen kannst. Ergänze erst danach, was bei der Antwort gefehlt hat. Ein vollständiges Archiv ist für diesen Test nicht nötig.
Häufige Fragen
Brauche ich Erweiterungen (Plugins)? Für den Anfang nein. Obsidian kann Notizen, Links, Ordner und Suche ohne Erweiterungen. Später gibt es Zusatzfunktionen, etwa für Tabellen oder Aufgaben. Installiere nur Erweiterungen aus Quellen, denen du vertraust, denn sie laufen mit Zugriff auf deinen Vault.
Kann ich den Vault auf Handy und Rechner nutzen? Ja, mit einem geeigneten Synchronisierungsweg. Nicht jeder Cloud-Ordner funktioniert auf jedem Gerät gleich; besonders mobile Systeme haben Einschränkungen. Prüfe die Dokumentation zur Synchronisierung und teste den Abgleich mit einer Kopie. Für die Serie genügt zunächst ein Rechner.
Muss ich meine alten Notizen neu schreiben? Nein. Fang mit dem an, was du in den nächsten Tagen brauchst. Alte Unterlagen wandelst du nach und nach um, wenn sie dir begegnen. Ein Vault mit zehn gepflegten Notizen ist nützlicher als einer mit 500 ungeordneten.
Woher weiß die KI, welche Notiz gilt? Die Kennzeichnung muss in den übergebenen Texten stehen, damit die KI sie berücksichtigen kann. Deshalb stehen Status und Stand in jeder Notiz. Veraltete Notizen bleiben als Verlauf stehen, werden aber als veraltet markiert. Die Einzelheiten stehen im Artikel über das Gedächtnis.
Was passiert, wenn ich Obsidian später nicht mehr nutze? Deine Notizen bleiben. Es sind Textdateien in einem normalen Ordner, die du mit jedem Textprogramm öffnen kannst. Du bist nicht an Obsidian gebunden. Standard-Markdown bleibt gut lesbar; spezielle Erweiterungen und einige Obsidian-Funktionen musst du beim Wechsel gegebenenfalls anpassen.
Kann die KI den Vault allein durchsuchen? Nur wenn du ihr ein Werkzeug dafür gibst oder ihr die Dateien übergibst. Ein Modell im Browser sieht deinen Ordner nicht von selbst. Für den Einstieg ist es besser, du wählst die Notizen selbst aus und gibst nur diese weiter.
Dein nächster Schritt
Lege heute einen kleinen Test-Vault mit drei Notizen zu einer echten, überschaubaren Aufgabe an. Ergänze Datum, Status und Quelle, verknüpfe die Notizen und übergib nur diese Texte an die KI. Stelle eine Frage, deren Antwort du selbst überprüfen kannst. Wenn du dadurch eine Information schneller wiederfindest und eine fehlende Angabe erkennst, erfüllt dein Notizbuch bereits seinen Zweck.
Im nächsten Teil wählst du aus einem wachsenden Ordner gezielt die Notizen aus, die zu einer Frage passen. Dafür kannst du zunächst die Obsidian-Suche verwenden und danach das mitgelieferte lokale Skript ausprobieren.
